Wie weit lässt sich ein rohes Ei transportieren, wenn als Antrieb lediglich fünf handelsübliche Gummibänder erlaubt sind? Mit dieser ungewöhnlichen Fragestellung haben sich seit dem vergangenen Nikolaustag 37 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 8 am Gymnasium Finkenwerder beschäftigt. Am Mittwoch, dem 11. Februar, fand nun das erste Egg-Race der Schule statt.
In der großen Traglufthalle präsentierten 20 Teams ihre selbst entwickelten Konstruktionen vor zahlreichen Mitschülerinnen und Mitschülern. Während bei der Wahl der Materialien große Freiheit bestand, war der Antrieb streng reglementiert: Weder elektrische Energie noch Wärme oder Gase waren zugelassen. Entsprechend kreativ und vielfältig fielen die Lösungen aus. Neben klassischen Fahrzeugen mit Gummiband-Achsantrieb kamen auch Schleudern und Katapulte zum Einsatz. Gebaut wurde mit Lego, Holz, Schaschlikspießen und eigens mit dem 3D-Drucker gefertigten Bauteilen.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte der unebene und leicht geneigte Boden der Halle dar. Dennoch gelang es gleich zwei Teams, ihr Ei über eine Distanz von mehr als 13 Metern zu transportieren. Neben der erreichten Strecke flossen auch technische Umsetzung und Gestaltung in die Bewertung ein.
Die Geldpreise für die besten Teams wurden von der in Finkenwerder ansässigen Firma Edgar Ritter Holzdesign gestiftet. Darüber hinaus dürfen sich alle Teilnehmenden in diesem Schuljahr auf einen Ausflug zu Airbus freuen, bei dem sie ihre Konstruktionen und technischen Ideen mit Ingenieuren besprechen können.
Das Egg-Race soll künftig einmal jährlich stattfinden und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich praxisnah mit naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei Teamarbeit, Kreativität und der konstruktive Wettbewerb – eine Idee, die an internationale Vorbilder anknüpft und nun auch in Finkenwerder ihren festen Platz gefunden hat.





