Beit Jala (Palästina)

Ein Beitrag zur Friedenserziehung

Ein Beitrag zur Friedenserziehung

Seit Sommer 2010 geht das Gymnasium Finkenwerder gemeinsam mit der deutschen Auslandsschule Talitha Kumi bei Bethlehem neue Wege: Im Austausch mit ihren palästinensischen Gastschülerinnen und -schülern und zusätzlich in der Begegnung mit israelischen Jugendlichen entwickeln die Schülerinnen und Schüler des Geschichts-Profils „Freiheit – wozu?“ ein vertieftes Verständnis für die Situation und die realen politischen Hintergründe im Land. Vor allem aber werden sie sensibilisiert für die Menschen und deren alltägliches Leben unter den aktuellen Bedingungen.

Freiheit – wozu?

Im Vorfeld des Austausches setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Oberstufenprofils mit geschichtlichem Fokus „Freiheit – wozu?“ intensiv mit dem komplexen Nahostkonflikt auseinander. Dieses zentrale Thema der Weltpolitik bildet einen Schwerpunkt im Lehrplan und zentrales Thema der Weltpolitik auseinander. Auch Expertengespräche mit Vertretern der israelischen Botschaft und mit palästinensischen Intellektuellen bereiten sie auf die erlebnisreiche Austauscherfahrung vor. Zudem wird in der Begegnung mit jüdischen Zeitzeugen des Holocausts der Hintergrund der Staatsgründung Israels und die Verantwortung Deutschlands in der Beziehung zu Palästina und Israel für die Finkenwerder Jugendlichen greifbar. Das komplexe Thema „Nahostkonflikt – Freiheit wozu?“ kommt mit dem Blick für die konkrete Realität der Anderen aus der Theorie heraus und wird so zu einer prägenden Begegnung mit Gleichaltrigen aus dem Nahen Osten.

Schülerinnen und Schüler begegnen einander in Projektarbeit

Zum Austauschprogramm gehört eine spannende Projektarbeit, an der die Schülergruppen aus beiden Ländern gemeinsam arbeiten. Im letzten Jahr leisteten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Ergebnissen einen beeindruckenden Beitrag zu der Ausstellung „Cartoons in Conflict – Einsichten in den Nahostkonflikt“ im Hamburger Rathaus. In einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit der Absurdität des Nahostkonfliktes kommentierten und reflektierten die Finkenwerder Profilschülerinnen und -schüler mit ihren Recherche- und Fotoarbeiten zentrale Aspekte von Dialog, Versöhnung und Frieden.

Der Austausch soll sich als fester Baustein des Profils „Freiheit – wozu?“ am Gymnasium Finkenwerder etablieren und wird von zahlreichen Institutionen gefördert.

Eine Ausstellung im Hamburger Rathaus „Cartoons in Conflict – Einsichten
in den Nahostkonflikt“ in Kooperation mit der israelisch-palästinensischen Friedensinitiative „Parents Circle – Families Forum“ war das beeindruckende Ergebnis der Nahost-Projektarbeit 2010 des Oberstufenprofils „Freiheit – wozu?“

Der erste Jahrgang des Nahostaustauschs mit Projektarbeit am GymFi
wude ausgezeichnet durch das Auswärtige Amt und die Kultusministerkonferenz.

Auch der zweite Jahrgang des Nahostaustauschs, der mit dem
Oberstufenprofil „Freiheit – wozu?“ gekoppelt ist, erhielt eine
Auszeichnung für seine vorbildliche Projektarbeit. Entstanden ist der
professionelle Projektfilm „Freiheit – wozu?“, der die verschiedenen
Ebenen von Nahostaustausch und Projektarbeit eindrucksvoll dokumentiert.

 

Besuch aus Nahost 2016

Austauschreise nach Nahost 2015

Jung & Jüdisch – ein Nachmittag mit Benjamin Bahr am 28.11.2013

Besuch von Dr. David Mendelsohn im Geschichtsprofil am 21.11.2013

Besuch des Gesandten der israelischen Botschaft in Berlin am 22.5.2013

Zum Horizont der Arbeit im Nahostprojekt 2012

Projektarbeit 2011

Palästina Reisebericht 2011 (September 2011)

Schüler-Reisetagebuch Nahost 2010 vom ersten Austausch (September 2010)

Normal? Noch nicht … Erfahrungen im Austausch

Ein Interview zu den Chancen und Herausforderungen von Begegnungen von palästinensischen, deutschen und israelischen Jugendlichen. Jens Nieper (Geschäftsführer des Jerusalemsvereins) befragte hierzu Kristina Wiskamp (GymFi) und Yousef Tushyeh (Tanitha Kumi).

Erschienen in: IM LANDE DER BIBEL / Ausgabe 1/2016 / Seite 21-23
Eine Zeitschrift, die vom Berliner Missionswerk der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz im Zusammenwirken mit dem Jerusalemsverein herausgegeben wird. Die Zeitschrift erscheint dreimal jährlich.

Seiten aus ILB_01_2016_Interview_Wiskamp_kl