30.06.2010
Für diese Doppelveranstaltung der zwei DSP-Kurse füllte sich die Aula am Mittwoch, 23.6.2010 mit erwartungsvollen Zuschauern. Die beiden Kurse sollten zwei Uraufführungen zum Besten geben und waren ebenfalls sehr gespannt. Genauso wie der Autor des Stückes „Blaukäppchen und der gute Wolf“, Axel Bungert, der für den Abend aus Köln angereist war.
Gegensätze
Zuerst präsentierte der Jahrgang 8 (Leitung: M. Tawussi) ganz unterschiedliche Szenen zum Thema „Gegensatz“. Die DSP-Anfänger zeigten viel Körpereinsatz und Spielfreude und überraschten die Zuschauer mit einigen sehr unterhaltsamen, lustigen und interessanten Szenen, die sie größtenteils selbst entwickelt hatten. Ganz besonders komisch waren die Szenen, in denen die Gefühle der SpielerInnen eigentlich nicht zu ihren Handlungen passten: Der freudige Sprung vom Hochhaus, der wütende Lottogewinn oder das schüchterne Rockkonzert. Von Unsicherheit war bei den jungen SpielerInnen keine Spur und die Spannung übertrug sich auf das Publikum, das begeistert Beifall spendete.


Blaukäppchen und der gute Wolf
Danach folgte der Jahrgang 9/10 (Leitung: C. Vorberg) mit einem speziellen Märchen, in dem die Charaktere traditionelle Märchenfiguren einmal anders aussehen ließen. Da war zum Beispiel Blaukäppchen (gespielt von Jessica, Antonia und Johanna), die gar nicht lieb und freundlich war wie ihre Schwester Rotkäppchen. Sie hörte weder auf ihre Mutter noch auf die Großmutter, sondern setzte sich in den Kopf, den Kaiser von China zu heiraten, um reich und berühmt zu werden. Auf dem Weg dorthin wurde sie von dem guten Wolf (sehr lustig: Sarah) begleitet und von dem gestiefelten Kater, einem Aufreißer (sorgten für einige Lacher: Steffen und Jan-Eric), belästigt. Das hinterlistige Schneewittchen (Lynn, Yasemin und Adrianna) erwies sich als Blaukäppchens härteste Konkurrentin, so dass diese zwar einen gefährlichen Torhüter überwinden und Rapunzel mit den Bremer Stadtmusikanten zum Popstars-Ruhm verhelfen konnte, selbst aber leer ausgehen musste. Nur der gute Wolf fand seine Liebe zum bösen Wolf, na... und Blaukäppchen schrieb zusammen mit ihrer Schwester die „Grimmigen Märchen“. Die SchülerInnen überzeugten die Zuschauer mit dieser Märchengroteske, so dass Publikum wie SchauspielerInnen danach sehr zufrieden das WM-Spiel Deutschland-Ghana schauen konnten.
Gegensätze
Blaukäppchen und der gute Wolf
