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Chemie

Airbus-Exkursion des Chemie-LKs

Ein Schülerbericht

31.05.10

Unserem Chemiekurs bot sich im April die Gelegenheit die Airbus Werke in Stade und Finkenwerder zu besuchen. Dies taten wir an 2 Tagen zusammen mit Auszubildenden von Airbus aus allen Bereichen. Dies war sehr interessant, da man beim Zusammenarbeiten sogleich auch noch die ein oder andere Frage bezüglich der Ausbildung und den Tätigkeiten stellen konnte. Von Mechanikern bis Elektrikern war alles vertreten.

Bau eines Flugzeugleitwerks als CFK-Teil

In diesem Zuge war es uns auch möglich, ein Flugzeugleitwerk in Kleinformat zu bauen. Dieses herzustellen passte natürlich exakt in unser Kursthema; nämlich „das Kleben“. Auch wenn die großen Leitwerke nicht nur um einiges größer sind, sondern auch teilweise genietet sind, bekamen wir einen weiten Einblick in einzelne Produktionsschritte des Flugzeugbaus. In unserem Fall klebten wir „einfach“ drei CFK-Schichten (Kohlenfaserverstärkte Kunststoffe) übereinander. Wer meint, dies sei doch in ein paar Minuten geregelt, der sollte sich eines Besseren belehren lassen. Wir benötigten dafür einen halben Tag! Unsere CFK-Schichten mussten in Formen bei Unterdruck über 6 Stunden lang in einem Ofen gepresst und „gebacken“ werden, wo sie zu einem festen Teil verschmolzen. Am zweiten Tag bekamen wir unsere fast fertigen Leitwerkteile zurück, welche dann noch einige Schönheitsoperationen erfuhren und zu einem ganzen Leitwerk geklebt wurden - das natürlich mit Spezialkleber über dessen Zusammensetzung wir schon im Unterricht informiert wurden (so dass wir Herrn Straubels Erklärungen nur zögerlich lauschten :-).

CFK-Teile im Einsatz

Bei einem Rundgang durch die Hallen des Airbus-Werkes, geführt von den Azubis, konnten wir sogleich CFK-Teile im Einsatz sehen: Sie werden unter anderem zur Rumpfverstärkung und Querverstrebung eingesetzt. Ihr Potenzial ist enorm: Durch die enorme Festigkeit und Leichtigkeit kann man sehr viel Gewicht und somit auch Kerosin in einem Flugzeug sparen. Während des Rundgangs konnten wir zudem einen Blick auf den gerade fertiggestellten A380 für die Lufthansa werfen.

Fazit

Man kann also sagen: Wir hatten viel Spaß, arbeiteten mit sehr netten Menschen zusammen und gelernt haben wir sogar auch noch was!

Zuletzt geändert am 31. Mai 2010 um 11:37 Uhr
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