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Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung
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Studien- und Berufsorientierung

Am Gymnasium Finkenwerder beginnt etwa die Hälfte der Abiturientinnen und Abiturienten nach dem Abitur eine Berufsausbildung. Dieses für ein Gymnasium inzwischen fast typische Entscheidungsverhalten hat uns dazu bewogen, neben der Förderung des selbstständigen und sozial verantwortlichen Arbeitens die Studien- und Berufsorientierung zu einem Schwerpunkt der Ausbildung am Gymfi zu machen.

Aus einer ersten Berufsinformationswoche vor zwanzig Jahren ist allmählich ein Konzept zur allgemeinen Studien- und Berufsorientierung mit aufeinander aufbauenden, inhaltlich und organisatorisch abgestuften Bausteinen entstanden, die ein breites Spektrum abdecken.

Im Jahre 2004 erhielt das Gymnasium Finkenwerder das Qualitätssiegel Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung. Für die Jahre 2007-2010 wurde die Schule rezertifiziert. Ingesamt wurden in Hamburg nur 13 Gymnasien mit diesem Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Grundlegende Bausteine

In den Klassen 5 bis 8 werden die Grundlagen für die Studien- und Berufsorientierung durch in den Unterricht eingebundene Projekte gelegt.

Klasse 5:

  • Was macht mich stark?
  • Was kann ich - was nicht?

Klasse 6:

  • Sexualkundeprojekt

Klasse 7:

  • Töchter- und Söhne-Tag
  • Roberta: Mädchen und Technik (Kooperationsprojekt mit der TU-Harburg)

Klasse 8:

  • Besuch von einigen Handwerksbetrieben in der „Nähe“.
  • Gewaltpräventionsprojekt (u.a. Selbstverteidigung für Mädchen)
  • Spiel das Leben

Zentrale Bausteine

Ab Klasse 9 schließen sich dann intensivere Praktika und begleitende Angebote an.

Klasse 9:

  • Betriebspraktikum (3 Wochen)
  • Vorbereitung im PGW-Unterricht
  • Auswertung des Praktikums durch einen Bericht

Klasse 10:

  • Sozial- und Umweltpraktikum (2 Wochen)
  • Vorbereitung in einem „vertiefenden Unterricht“ (VTU)
  • Auswertung des Praktikums durch eine Fallstudie

Studienstufe S1:

Studienstufe S2-S4:

  • Zielorientierungsseminar (ZOS)
  • Universitätstage
  • Information durch die Agentur für Arbeit

Prozessorientierung

Wir erwarten nicht, dass der Prozess der Berufsorientierung relativ stetig zu einem klaren Entscheidungsverhalten der Schülerinnen und Schüler führt. Das Prozesshafte der Berufswahl- oder Studienwahlentscheidung bedingt, dass Schwankungen zwischen vielen beruflichen Alternativen von uns genauso positiv angesehen werden.

Bei den berufsorientierenden Prozessen haben wir stets darauf geachtet, dass eine ausgewogene Verknüpfung von Information, Beratung und Möglichkeiten zur selbsttätigen, theoretischen und praktischen Erkundung gewährleistet wird, dass die „Vermittlung“ von Studien- und Berufsorientierung von Schülerinnen und Schüler nicht als passiv zu konsumierender „Service“ verstanden wird, sondern ihre Eigentätigkeit herausfordert.

Zuletzt geändert am 21. April 2010 um 11:53 Uhr
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