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Profil 3

„Freiheit – wozu?“ - ein Pilotprojekt

Profil-Studienreise und Schüleraustausch mit Palästina - Thema „Freiheit – wozu?“

14.05.10

Neue Wege gehen in diesem Sommer das Gymnasium und die Gesamtschule Finkenwerder zusammen mit ihrer palästinensischen Partnerschule Talitha Kumi in Beit Jala, Westbank. Im Juni 2010 wird zum ersten Mal ein Austausch zwischen Hamburger Schülerinnen und Schülern der Profiloberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule Finkenwerder sowie Schülerinnen und Schülern der deutschen Auslandsschule Talitha Kumi, Beit Jala / Westbank stattfinden.

Das geschichtliche Oberstufenprofil
Attach:Austauschschülergruppe.jpg Δ | Austauschschülergruppe Gymfi
Die sogenannte „Profiloberstufe“ - jüngste Form einer fächerübergrei- fenden Vorbereitung auf das Abitur, die in diesem Schuljahr Hamburg weit erst- malig durchgeführt wird - ermöglicht den weiterführenden Schulen die Kombi- nation verschiedener Fächer zu Profilen mit je einem Profil gebenden Fach. In Finkenwerder wurde neben drei weiteren Profilen ein Oberstufenprofil geschaffen mit geschichtlichem Schwerpunkt und den ergänzenden Fächern Politik, Kunst und Philosophie.

Die Fragestellung
Unter der zentralen Fragestellung „Freiheit – wozu?“ setzen sich insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler dieses Profils intensiv mit dem Nahostkonflikt als ein Schwerpunktthema des Lehrplans auseinander. Es stellt eines der zentralen weltpolitischen Themen dar.

Das Ziel
Ziel des Austausches aus Finkenwerder Sicht ist es, das komplexe Thema „Nahost“ aus der Theorie herauszuholen. Über das Studium der Geschichtsbücher hinaus erhalten die Schüler die Möglichkeit, ein vertieftes Verständnis für die Situation, die realen politischen Hintergründe und vor allem für die Menschen und deren alltägliches Leben unter den aktuellen Bedingungen zu entwickeln.

Partnerschaft mit der deutschen Auslandsschule Talitha Kumi


Die Schule Talitha Kumi, Beit Jala, Westbank

An der deutschen Auslandsschule Talitha Kumi studieren die palästinensischen Schülerinnen und Schüler das Fach Geschichte bilingual auf Deutsch und Arabisch - die Frage nach der Freiheit und deren Bedeutung stellt sich den palästinensischen Jugendlichen angesichts ihres Alltags täglich neu. Auch vor diesem Hintergrund fassten die beiden Partnerschulen den Entschluss, einen ersten gemeinsamen Schüleraustausch zu realisieren, bei dem die Frage „Freiheit – wozu?“ den thematischen Fokus des Programms sowohl in Hamburg als auch in Beit Jala darstellt. Beide Schülergruppen fordert diese Begegnung heraus, den Blick für die ganz konkrete Realität der anderen zu öffnen sowie zu reflektieren, was Freiheit heißt, wo ihre Chancen und Grenzen liegen. Das alltägliche Leben und den Schulalltag in Hamburg und Beit Jala kennenzulernen, spielt dabei eine große Rolle.


Austauschschülergruppe Talitha Kumi

Das Projekt im Kunstunterricht
Neben der sachlichen Auseinandersetzung über Geschichte und politische Hintergründe sowie die Diskussion mit den palästinensischen Schülern und das Erleben ihrer Alltagswelt, werden diese gemeinsamen Erfahrungen und Eindrücke auch in einem begleitenden Kunstprojekt verarbeitet. Unter der Anleitung ihrer Kunstlehrerin und eines Hamburger Künstlers entwickeln die Schüler gemeinsam ein Fotoprojekt zu dem Leitmotiv „Freiheit – wozu?“, bei dem es um fotografisch-künstlerische Inszenierungen im öffentlichen Raum geht. Diese Fotoaktionen werden bei dem Gegenbesuch der deutschen Schüler im September in Beit Jala aus der anderen Perspektive fortgesetzt. Das Projekt wird mit einem Reisetagebuch, einer filmischen Dokumentation des „Making-off“ und einem Fotoband festgehalten. Diese Ergebnisse werden beide Partnerschulen ausstellen.

Ausstellung und multimediale Präsentation im Hamburger Rathaus
Die Ergebnisse und fotografischen Arbeiten des Kunstprojektes werden zudem im Rahmen der für November im Foyer des Hamburger Rathauses geplanten Ausstellung „Cartoons in Conflict“ gezeigt. In dieser Ausstellung setzen sich international renommierte Karikaturisten in ihren Cartoons mit der Absurdität des Nahostkonfliktes auseinander und beziehen Stellung im Sinne von Frieden und Versöhnung. Ausrichter der Ausstellung ist das israelisch-palästinensische Parents Circle – Families Forum (PCFF), das sich mit seiner menschlichen Botschaft zum gewaltlosen Dialog für Frieden und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. Die vom PCFF ausgewählten Cartoons wurden bereits in New York, London, Israel und Spanien gezeigt. Die Finkenwerder Schülerinnen und Schüler des Oberstufenprofils „Freiheit – wozu?“ ergänzen die Ausstellung „Cartoons in Conflict“ durch ihre Erklärungen und Kommentare und stellen die Ergebnisse ihrer Austausch- und Projektarbeit multimedial vor.

Projektdetails:
Koordinatorin: Kristina Wiskamp
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Die Förderer: Weiter lesen ...?

Zuletzt geändert am 01. Juni 2010 um 12:07 Uhr
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