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Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung
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Spielzeit 2005 Bis 2006

Nachdem die dritte Generation von Puppenspielern im Sommer das Abitur gemacht und das Gymnasium verlassen hatte, war nach allen bisherigen Erfahrungen damit zu rechnen, dass bis zur Einarbeitung jüngerer Puppenspieler in eine Inszenierung mindestens ein Jahr vergehen würde. Dies hatte bislang stets zu einer Unterbrechung im Spielbetrieb der Compagnie geführt. In diesem Jahr bedeutete es jedoch keine lange Aufführungspause. Denn schon im Mai hatten wir damit begonnen, jüngere Nachwuchspuppenspieler einzuarbeiten. Und da noch Akteure aus den oberen Klassen mitwirkten, gelang es ganz schnell, das kleine „Doppel-Stück“ erneut zur Aufführung zu bringen.

Mit Max Geilert (5c) als Beleuchtungsassistenten, David Folgner (7a) als Technikassistenten, Sarah Brakopp (6a), Bendix Kleiber (6b), Jan-Hendrik Popp (7b) als Spieler und Johanna Heimfarth (6a) als Sprecherin konnten die „alten Hasen“ bruchlos an die erfolgreichen Aufführungsserien der letzten beiden Jahre anknüpfen. So lief denn die 96. Vorstellung der Compagnie kurzweilig und heiter ab. Das Publikum lachte vor Vergnügen und spendete beigeistert Beifall.

Für alle jene Interessenten, die keine Eintrittskarte mehr erhielten, wird es weitere Vorstellungen von „Rotkäppchen“ geben. Denn die Kontinuität dieser Inszenierung ist gesichert.

Zu einer kleinen Sensation des Finkenwerder Puppentheaters sollte allerdings eine Aufführung am 16. Dezember 2005 werden: Als ich vor zwanzig Jahren die Compagnie gründete, schwebte mir vor, eines fernen Tages ein Ensemble von Puppenspielern und Technikern ausgebildet zu haben, das so versiert sein sollte, dass es ohne jegliche Probe in zufällig zusammengestellter Besetzung auch nach Verlassen der Schule weitere Aufführungen geben könnte. Genau dies ist nun Realität geworden! Puppenspieler der zweiten und dritten Generation führten aus dem Stand heraus das Werk auf. Die Inszenierung steckt den Akteuren sozusagen „im Blut“. Es hatte monatelanger Planung und Abstimmung bedurft, die jungen Leute für diesen Aufführungstermin zusammen zu bekommen. Einer war aus seinem Studienort Rostock angereist, ein anderer hatte sich bei der Bundeswehr für diesen Abend vom Dienst befreien lassen. Dieses geglückte Unterfangen war quasi die „Nagelprobe“, denn es sichert die Vorstellungen der Finkenwerder Puppenspiel-Compagnie für mehrere Jahrzehnte.

Wir wollen fortan an jedem 1. Freitag im Dezember um 19 Uhr in unserem Theater eine Vorstellung geben. Diesen Termin können sich all unsere Freunde und Zuschauer jetzt schon notieren und sich im November 2006 bei Jürgen Harms, dem Principal der Compagnie, Eintrittskarten reservieren lassen. Die kommende 19. Spielzeit wird mit der 100. Aufführung der Puppenspiel-Compagnie eröffnet werden, einer Inszenierung von Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“.

Und in der folgenden Spielzeit 2007/2008 wird das zwanzigjährige Bestehen der Puppenbühne in Finkenwerder gefeiert werden. Wir freuen uns schon sehr darauf, all diese Ereignisse mit unseren Zuschauern, Freunden und Förderern erleben zu dürfen.

Jürgen Harms

Zuletzt geändert am 31. Mai 2006 um 09:24 Uhr
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