Hallo liebes Tagebuch, heute Morgen um 6.51h sind wir am Bahnhof Altona mit dem Zug abgefahren. Die Zugfahrt dauerte etwa 13 Stunden. In dem Zug saß bis Berlin der (inzwischen ehemalige) Verteidigungsminister Peter Struck. Als wir über die Grenze fuhren, konnte man einige Unterschiede bemerken, wie z.B. ältere Häuser, Autos und Züge. Um 19:30h erreichten wir Kraków Glówny (Krakau Hbf). Dort empfingen uns die Familien sehr herzlich. Danach wurden wir alle in unsere neuen Bleiben gefahren. Adrian Janitra Putra und Timo Schwenn
Am Samstag sind wir mit einem Museumszug nach Wieliczka gefahren zu einem Salzbergwerk. Als erstes sind wir 60m Treppen nach unten gestiegen. Wir haben große Hallen besichtigt, in denen bis vor sechs Jahren Salz abgebaut worden ist. Uns wurde das Prinzip erklärt, wie die Bergleute das Salz vor langer Zeit abgebaut haben. Der beeindruckendste Raum war eine große Kapelle mit zwei Kronleuchtern. Am Ende sind wir mit einem Fahrstuhl, der 4 m/sec fährt, nach oben gefahren. Jacek Zub und Sebastian Reetz In dem Bergwerk befanden sich viele Statuen und Kunstwerke. Unser Gruppenleiter, der nur sehr gebrochen Deutsch konnte, zeigte uns drei Solen des Bergwerks. Enric Bertels
Dzien Dobry - liebes Tagebuch, nach dem Bergwerk habe ich mit Kurt, Piotr und Bartek Basketball gespielt. Abends bin ich mit meiner Gastfamilie zu dem höchsten Aussichtsplatz gefahren. Timo Schwenn
Wir waren mit den Familien in alten Schlossruinen außerhalb von Krakau in Rabsztyn, Pieskowa Skala und Ojcow. In Rabsztyn waren nur noch Ruinen zu sehen, aber in Pieskowa Skala war die Burg noch ganz erhalten. Man konnte die Königsräume besichtigen, was wir auch gemacht haben. Nachdem wir Pieskowa Skala verlassen hatten, sind wir nach Ojcow gefahren. Dort waren nur noch ein Turm und das Tor von der Burg erhalten. Jacek Zub und Sebastian Reetz
Am Sonntag bin ich mit der Familie in die Tatra gefahren. Es ist das größte Gebirge in Polen. Wir sind fünf Stunden gewandert. Danach sind wir zur Skischanze von Zakopane gefahren. Der Ausflug dauerte den ganzen Tag. Timo Schwenn
Am Sonntag ging ich mit Freunden zum Aquapark. Es ist das größte Hallenbad Polens. Es gab dort sechs verschiedene Rutschen. Danach habe ich Basketball gespielt. Am Abend ging ich zur Willkommensparty bei Kasia. Adrian Janitra Putra
Morgens waren wir Deutschen mit den Polen in der Schule. Wir haben dort an verschiedenen Unterrichtsstunden, wie zum Beispiel Deutsch und Englisch, teilgenommen. Johanna Schmidt und Kira Bartels
Danach wurden wir von der Schuldirektorin sehr nett begrüßt und erhielten den Krakauer Drachen als Porzellanfigur. Am Nachmittag haben wir uns alle im Zentrum getroffen und eine Stadtbesichtigung mit Frau Michaelowska, einer der Deutschlehrerinnen, gemacht. Die Altstadt ist toll. Vanessa Heinrich und Max Ehlebracht
Am Dienstag haben wir uns am Bahnhof getroffen, um gemeinsam nach Auschwitz zu fahren. Dort angekommen gingen die polnischen Schüler mit einer polnischen Führerin los. Wir hatten natürlich auch eine polnische Führerin, allerdings hatte sie gute Deutschkenntnisse. In Auschwitz haben wir viel über die deutsche, polnische und jüdische Geschichte gelernt. Vanessa Heinrich und Max Ehlebracht
Wir sind mit einem Zug zum KZ Auschwitz gefahren. Dort wurden wir von einer Touristenführerin durch die alten Gebäude geführt. Uns wurden die Haare und Schuhe von Opfern der Naziherrschaft, die im KZ hingerichtet worden waren, gezeigt. Außerdem wurden uns ein Galgen und die geheime Erschießungswand gezeigt. Enric Bertels
Wir haben viele neue, aber auch schreckliche Sachen erfahren, wir sahen Berge von Haaren, Brillen, Schuhen und Koffern. Jacek Zub und Sebastian Reetz
Am Mittwoch gab es einen kleinen Ausflug zum Wavel mit der polnischen Klasse. Wir haben die Altstadt besichtigt, während wir auf dem Weg zum Schloss waren. Unsere polnischen Austauschpartner haben kleine Vorträge über die wichtigsten Gebäude in Krakau gehalten. Im Schloss Wavel gab es eine Führung durch die Schlossräume, Säle und Kammern. Zum Schloss gehört eine Kathedrale, in der sich die Gräber der verstorbenen Könige bzw. Königinnen, Prinzessinnen, Prinzen und Grafen befinden, die wir auch besichtigt haben. Das Schloss ist wunderschön, seine Architektur ist begeisternd. Der Tag war etwas anstrengend, da wir früh morgens aufstehen mussten und praktisch den ganzen Tag auf den Beinen waren, aber für so einen schönen Blick auf den Wavel und die Altstadt hat es sich gelohnt. Später am Nachmittag gab es ein Fußballspiel, die polnische Schule gegen die deutschen Gäste. Die Polen haben gewonnen. Nach dem Spiel hat jeder unternommen, was er wollte. Am Abend gab es eine kleine Hausparty, an der einige teilgenommen haben und Spaß hatten. Angelika Nickielska
Morgens mussten wir in die Schule und da haben wir für den Abschiedsabend singen geübt. Enric Bertels
Danach haben wir einen Ausflug in das jüdische Viertel Kazimierz gemacht. Hier haben wir unter anderem eine Synagoge und den jüdischen Friedhof aus dem Film „Schindlers Liste“ besucht. Während des Besuchs mussten alle Jungen eine Kopfbedeckung tragen. Danach sind wir kurz über einen Flohmarkt gegangen. Niklas Mohr und Kurt Klauke
Auf dem Friedhof haben wir erfahren, dass Juden Steine als Andenken auf die Gräber legen. Vanessa Heinrich und Max Ehlebracht
Später waren wir in einem Restaurant, und die Lehrer haben uns etwas zu trinken spendiert. Nach der Besichtigung von Kazimierz sind wir noch an die Weichsel gegangen, um den Waveldrachen zu sehen. Jacek Zub und Sebstian Reetz
Freitag Morgen trafen wir uns in der Schule. Es war die Generalprobe vor dem Abschiedsabend. Die Mädchen haben danach ein Volleyballspiel gegen die polnischen Mädchen gespielt (und verloren). Hinterher fand ein komisches Projekt statt: Wir sollten Vor- und Nachteile eines Schüleraustausches aufschreiben und präsentieren. Adrian Nanitra Putra und Timo Schwenn
Abends hatten wir ein Abschiedsfest in der Schule, wo wir den polnischen Gastfamilien zwei polnische und zwei deutsche Lieder vorgesungen haben. Johanna Schmidt und Kira Bartels
Am Abschiedsabend war ich sehr traurig und ein bisschen wütend, denn meine Gastfamilie war nicht mitgekommen. Und wir hatten extra ein Geschenk für die Mütter: Wir wollten ihnen Rosen zum Dank überreichen und der/die deutsche Austauschschüler/in sollte der Gastmutter diese Rose übergeben. Ich saß da nun mit meiner Rose und fühlte mich ziemlich blöd. Na ja, ich habe die Rose meiner Austauschpartnerin gegeben. Lina Hoch
Am Samstag bin ich mit der Familie zum Klettern ins Gebirge gefahren. Es war sehr lustig und die Wände waren relativ schwer. Hinterher sind wir zum Essen gefahren. Timo Schwenn
Wir haben einen Ausflug mit den Austauschfamilien in die Pieniny gemacht. Dort sind wir auf dem Dunajec zwischen hohen Klippen mit einem Boot gefahren. Jacek Zub und Sebastian Reetz
Ich war heute mit meiner Gastfamilie in Zakopane. Dort bin ich mit der Bergbahn auf den Berg gefahren. Kira Bartels
Sonntag sind wir zusammen mit unseren Austauschpartnerinnen nach Zakopane gefahren. Dieses ist ein hohes Gebirge, wo wir gewandert sind. Am Abend packten wir dann unsere Koffer und trafen uns noch in der Stadt, um sie bei Nacht zu sehen. Danach sind wir noch mit den beiden Familien Eis essen gegangen. Annika Beer und Julia Tietzel
Heute war ich mit meiner Austauschfamilie im Zoo, das war eigentlich voll schön. Sabrina Laabs
Als ich einer Gruppe von Breakdancern zuschaute, wurde ich von einer Frau vom Krakauer Radio interviewt. Kurz vor dem Schlafen gehen gab es noch Geschenke für mich und meine Familie zu Hause! Lina Hoch
Tag der Abreise! Wir trafen uns alle um 8.15 Uhr am Bahnhof und sind dann um 8.39 Uhr losgefahren. Der Abschied fiel allen schwer, doch wir freuten uns auch sehr auf zu Hause!!! Nun hatten wir wieder eine lange Zugfahrt vor uns. Sabrina Laabs